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Was wäre …?

Ist es das, wie wir leben wollen? Siehst du diese Unzufriedenheit, die Angst vor Verlust, die Ellenbogen und Intrigen für das Streben nach immer mehr Macht, Geld, Anerkennung?  Wer will das wirklich, diese allabendlichen Gewaltorgien auf allen Fernsehsendern und die Trugbilder des Perfektionismus? Waffenexport-Rekord, Massenwanderungen aus Krieg und Elend, Patente auf Leben, Unternehmen, die Staaten verklagen können, leergefischte und verdreckte Meere, abgeholzte Wälder, Artensterben – wieso lassen wir das zu, diesen eklatanten Mangel an Verantwortungsgefühl?

Was, wenn wir sagen, wir wollen so nicht mehr. Wir spielen da nicht mehr mit? Wir wollen eine ehrliche, maßvolle und tolerante Gesellschaft. Wir wollen ein anständiges Leben ohne Sorge um die eigene körperliche Unversehrtheit und mit dem Wissen, dass die Erklärung der UN-Menschenrechte ausnahmslos für jeden Menschen eingehalten wird. Wir wollen nicht mitansehen, wie die Erde zu Grunde gerichtet wird, sondern uns darauf verlassen können, das internationale Abkommen erfüllt werden.

Was, wenn wir sagen, wir übernehmen selbst Verantwortung dafür? Was, wenn wir aufhören, uns jeden Abend ihre Gewalt anzuschauen und täglich ihren Mist zu kaufen? Was, wenn wir uns stattdessen darauf besinnen, dass es weniger Dinge, sondern mehr Leben und Selbstmachen braucht, um zufrieden und sozial eingebunden zu sein? Alles, was wir selbst machen, entzieht ihnen ein kleines Stück Macht. Jedes Mal, wenn wir uns abwenden verlieren sie ein kleines Stück Macht über uns.

Hören wir auf, diesen ganzen Gewalt-Scheiß zu schauen, es macht uns friedlicher.
Hören wir auf Werbung zu schauen, es macht uns zufriedener.
Fangen wir an, die Dinge wieder selbst zu machen, es macht uns lebendiger.
Fangen wir an, selbst Verantwortung zu übernehmen, es macht uns glücklicher.

Wenn wir Sorgen in uns tragen, ob die Menschen, die gerade zu uns kommen, gut oder schlecht für uns sind, sollten wir auf sie zugehen – und sie für uns gewinnen. Wenn wir Sorge in uns tragen, dass einige von ihnen uns feindlich gesinnt sind, sollten wir auf jeden Einzelnen zugehen. Die, derer wir uns annehmen, denen wir helfen, die uns dankbar sind, werden die ersten sein, die sich vor uns stellen. Jedes Mal, wenn wir auf einen fremden Menschen zugehen, verlieren sie ein großes Stück Macht über uns!