Social Business / gemeinwohlorientierte Geschäftsmodelle

Was früher als nicht realisierbar galt, ist heute etabliert und anerkannt: Gutes tun und dabei Geld verdienen. Dass das geht, hat bereits vor mehr 30 Jahren Muhammad Yunus gezeigt, in dem er Kredite an die Ärmsten vergab. Daraus entstanden ist die Grameen Bank – bis heute Leuchttum der Sozialunternehmen – die nach und nach weitere „Geschäftsbereiche“ (Kommunikation, Fischerei, Solar, IT etc.) eröffnete und dabei auch mit namhaften Konzernen kooperiert (Grameen Danone Foods, BASF Grameen Ltd, Adidas , IBM, OTTO etc.). Die Grameen-Aktivitäten zeigen, dass es sich nicht um Nischen oder Soderfälle handeln muss, sondern nahezu jede Unternehmung (Rüstung, Glücksspiel und Berufskriminalität mal ausgenommen) gemeinwohlorientiert ausgerichtet werden kann.

Social Business ist sozusagen CSR zu Ende gedacht. Die gesellschaftliche Verantwortung wird nicht nur vom Unternehmen wahr genommen, sondern sie wird – mit einem tragfähigen Geschäftsmodell verbunden – zum Hauptinhalt des Unternehmens.

Die Möglichkeiten, aus einem bestehenden Geschäftsmodell ein Social Business zu starten, liegen vor allem in den mittelbaren und unmittelbaren Beziehungen eines Unternehmens zu seiner Umwelt. Die Betätigungsfelder sind dabei so vielfältig wie die  gesellschaftlichen Mißstände, die es zu beseitigen gilt, angefangen von moderinisierungsbedürftigen Kindergärten und Schulen, über Beschäftigungs- und Integrationsangebote bis hin zu Armuts-, Gesundheits- oder Umweltprojekten. Je nach Aktionsradius des Unternehmens können Probleme im globalen, nationalen, regionalen oder lokalen Maßstab angegangen werden.

Beispielsweise können ein Gemüsehandel, eine Fleischerei und eine Bäckerei zusammen mit einer Ernährungsberatung eine Social Business für gesundes Essen an Schulen und Kindergärten starten, das an sozial benachteiligte Kinder vergünstigt ausgegeben wird. In Zusammenarbeit mit einem Sozialprojekt werden Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Handicap beschäftigt und versorgt. Durch Kooperation mit einem Authohändler kann ein Lieferservice realisiert werden. Finanziert wird dies über den regulären Verkauf der Gerichte (z.B. Mittagstisch für Firmen) und über einen freiwilligen Aufschlag auf Produkte, die die Kooperationspartner verkaufen.

Gerade die Möglichkeiten zur Kooperation mit Akteuren aus anderen Branchen sind besonders spannend. Die Verständigung auf ein gemeinsames übergeordnetes Ziel wirkt wie ein Katalysator für Innovationen. Unterschiedliche Hintergründe, Erfahrungen und Herangehensweisen treffen aufeinander und werden – mit Blick auf die gemeinsame Sache – konstruktiv zusammen geführt. So entstehen innovative Lösungen und neue Ideen, die jeder der Beteiligten wieder vorteilhalhaft im eigenen Umfeld einsetzen kann. Neben diesem Prozess-Nutzen und dem guten Gefühl sind die Image-Aspekte ein großer Mehrwert. Den Ruf zu haben, ein „guter Unternehmer“ bzw. ein „gutes Unternehmen“ zu sein, ist mehr und mehr ein Wettbewerbsvorteil und wirkt sich positiv auf viele Bereiche des unternehmersichen Lebens aus.

Die wichtigste Voraussetzung, um mit einem Social Business gesellschaftliche Missstände nachhaltig zu beseitigen ist, wie bei jedem „Business“, mit Herzblut bei der Sache zu sein. Den richtigen und passenden Ansatz zu finden ist schon eine große Herausforderung und bis dieser tragfähig funktioniert, gilt es viele Hürden zu überwinden. Sollte Ihnen das Herz bluten, weil sie fühlen, dass sich hier oder da konkret etwas ändern muss und ändern lässt, vereinbaren sie ein kostenloses und unverbindliches nettberaten Erstgespräch.

 

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