Archiv des Autors: s8ren

It’s the story, stupid!

zuerst erschienen auf http://blog.acceleratingtransitions.eu

“There’s always room for a story that can transport people to another place.”
― J.K. Rowling

Stories are what we depend on. Stories about life, earth and universe, about right and wrong, possible and not possible and how society works. They teach us how to behave and they mirror us to let us learn who we are. They can give us motivation and inspiration. Stories can let us dream and make us believe. They give us a smile or let us cry – sometimes because of their beauty.

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Was wäre …?

Ist es das, wie wir leben wollen? Siehst du diese Unzufriedenheit, die Angst vor Verlust, die Ellenbogen und Intrigen für das Streben nach immer mehr Macht, Geld, Anerkennung?  Wer will das wirklich, diese allabendlichen Gewaltorgien auf allen Fernsehsendern und die Trugbilder des Perfektionismus? Waffenexport-Rekord, Massenwanderungen aus Krieg und Elend, Patente auf Leben, Unternehmen, die Staaten verklagen können, leergefischte und verdreckte Meere, abgeholzte Wälder, Artensterben – wieso lassen wir das zu, diesen eklatanten Mangel an Verantwortungsgefühl?

Was, wenn wir sagen, wir wollen so nicht mehr. Wir spielen da nicht mehr mit? Wir wollen eine ehrliche, maßvolle und tolerante Gesellschaft. Wir wollen ein anständiges Leben ohne Sorge um die eigene körperliche Unversehrtheit und mit dem Wissen, dass die Erklärung der UN-Menschenrechte ausnahmslos für jeden Menschen eingehalten wird. Wir wollen nicht mitansehen, wie die Erde zu Grunde gerichtet wird, sondern uns darauf verlassen können, das internationale Abkommen erfüllt werden.

Was, wenn wir sagen, wir übernehmen selbst Verantwortung dafür? Was, wenn wir aufhören, uns jeden Abend ihre Gewalt anzuschauen und täglich ihren Mist zu kaufen? Was, wenn wir uns stattdessen darauf besinnen, dass es weniger Dinge, sondern mehr Leben und Selbstmachen braucht, um zufrieden und sozial eingebunden zu sein? Alles, was wir selbst machen, entzieht ihnen ein kleines Stück Macht. Jedes Mal, wenn wir uns abwenden verlieren sie ein kleines Stück Macht über uns.

Hören wir auf, diesen ganzen Gewalt-Scheiß zu schauen, es macht uns friedlicher.
Hören wir auf Werbung zu schauen, es macht uns zufriedener.
Fangen wir an, die Dinge wieder selbst zu machen, es macht uns lebendiger.
Fangen wir an, selbst Verantwortung zu übernehmen, es macht uns glücklicher.

Wenn wir Sorgen in uns tragen, ob die Menschen, die gerade zu uns kommen, gut oder schlecht für uns sind, sollten wir auf sie zugehen – und sie für uns gewinnen. Wenn wir Sorge in uns tragen, dass einige von ihnen uns feindlich gesinnt sind, sollten wir auf jeden Einzelnen zugehen. Die, derer wir uns annehmen, denen wir helfen, die uns dankbar sind, werden die ersten sein, die sich vor uns stellen. Jedes Mal, wenn wir auf einen fremden Menschen zugehen, verlieren sie ein großes Stück Macht über uns!

Transition♫Radio

zuerst erschienen auf http://artsblogdresden.de

Hallo und herzlich willkommen wertes Fachpublikum zu einer subjektiven und stimmungsabhängigen Auswahl von Songs und Künstlern, die für mich mit „Transition“ verbunden sind. Musik prägt Generationen und ist zum Teil eng mit gesellschaftlichen Veränderungen verbunden. Was ist der „Sound of Transition“? Meine persönliche Liste (der man wohl anmerkt, dass Sommer und Urlaubszeit ist) gibt es hier – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Beständigkeit sowie in loser Reihenfolge. Im Herbst wird sie sicher schon wieder anders aussehen 😉

Was sind eure Transition Songs? Mit welchen Liedern oder Künstlern verbindet ihr wichtige Zeiten und Momente in eurem Leben? Welche Songs geben euch Kraft und Inspiration, haben euch beeindruckt, bewegt oder verändert? Als Kommentar oder in einer kleinen Blogparade – ich bin auf eure Listen gespannt.

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Catch the change – Erzähle die Geschichten des Wandels

zuerst erschienen auf http://artsblogdresden.de

Zwischen den kleinen und großen Geschichten des Lebens wächst unsere Kultur am Wegesrand. Oft genug handeln die Geschichten, die uns durch Fernsehen, Zeitungen, in Schulen oder Universitäten erreichen, von leeren und abgenutzten Ideen des Glücks. Die Bestseller bleiben: Freiheit durch Karriere, Selbstverwirklichung durch Konsum und endloses Wachstum. Auf unserem Weg begegnen wir aber auch Menschen, die uns Mut machen und uns inspirieren. Für einen Moment lassen sie uns einen Blick über den Horizont werfen.

Wer inspiriert Dich? Welche Geschichten willst Du erzählen?

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Peters Gesetze – Warum die Welt nicht aufhört sich weiter zu drehen

Peter’s Laws beschäftigen mich, seit ich ihnen vor ca. 5 Jahren das erste mal begegnet bin. Seit einiger Zeit stellte sich mir die Frage, was die Transition Town Bewegung daraus lernen könnte, so brachte ich sie als Impuls in das diesjährige Strategietreffen der Transition Town Gruppe Dresden mit. Kurz darauf hatte ich noch die Gelegenheit, sie bei der 22. Socialbar Dresden zur diskutieren. Aus den Gesprächen und Impulsen resultiert nun – als Zwischenstand der Debatte – dieser Beitrag.

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Mach was aus Nichts!

zuerst erschienen auf http://artsblogdresden.de

Ich brauchte eine Weile, um die Eindrücke der 4. Informed Cities Konferenz zu verarbeiten. Ich möchte mich zunächst bei all denen bedanken, die mit ihren Händen und Herzen dieses Erlebnis möglich gemacht haben. Für Berichte und Informationen gibt es ausreichend Quellen – z.B. über die Suche oder auf Twitter unter #infcities. Ich möchte lieber auf einen spezifischen Aspekt einer „Informierten Stadt“ hinaus: Der Fähigkeit all ihre Einwohner mit dem Nötigsten zu versorgen.

an english version of this post can be found here.

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City of Contradictions

zuerst erschienen auf http://blog.acceleratingtransitions.eu

Living in Dresden at these times is like sitting in a big washing machine that runs continuously but rapidly switches programs by random. It changes from warm clear water during the rinse cycle to a cold dirty broth at once. A gently swing is followed from the cycling spin. Here you feel cozy in softened water – next moment you get an ice-cold flush. The city simmers and vibrates and seems to tear apart.

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Transit-Ion

„Ionen bilden sich aus Atomen, wenn diese Elektronen abgeben oder aufnehmen. Obwohl die Trennung von Ladungen einen Energieaufwand verursacht, können die gebildeten Ionen energetisch günstig sein, wenn sie besonders stabile Konfigurationen haben,…“
http://de.wikipedia.org/wiki/Ion

Vom 03. bis 05. Oktober 2014 fand in Zierenberg nahe Kassel die (Un)Konferenz und das Netzwerktreffen der Transition Initiativen in D/A/CH statt. Die Tage im Zentrum Helfensteine waren eine intensive Erfahrung für mich. Möglich wurden sie durch finanzielle Unterstützung von Aktiven aus dem Transition Town Netzwerk Dresden. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei all jenen bedanken, die dies möglich gemacht haben. Nicht nur das vollgepackte Programm, sondern vor allem die Begegnungen und Denkanstöße hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck bei mir, drehten sie sich doch vor allem um das eigene Erleben und den inneren Wandel.

„Ionen bilden sich aus Atomen, wenn diese Elektronen abgeben oder aufnehmen.“

Die Atmosphäre auf dem Treffen als „offen“ zu bezeichnen, würde ihr nicht gerecht werden. Gerade in den Workshops war ein (ab)geben und (auf)nehmen zu spüren, das weit über die Offenheit hinaus geht, die sich Unternehmenskulturen gern anheften. Der ganzheitliche Ansatz der Transition-Bewegung („Mit Kopf, Herz und Hand“) war gerade darin zu spüren, dass das oftmals zu wenig berücksichtigte „Herz“ angesprochen wurde. Dem eigenen Erleben und Umgang damit wurde viel Raum gegeben. Dieses (Ab)Geben eigener Erfahrungen und (Auf)Nehmen der Erfahrungen der Anderen bereichert und verändert Perspektiven. Es setzt Impulse frei, die nach Innen oder Außen wirken können.

„Obwohl die Trennung von Ladungen einen Energieaufwand verursacht, …“

Es kostet Energie und Bedarf einer entsprechenden Einstellung, um solche Impulse aufnehmen oder abgeben zu können. Kritik und Geschichten vom Scheitern sind oftmals schmerzhaft und lösen den Reflex aus, die inneren Schutzmauern hochzufahren. Diesem Reflex zu widerstehen, das eigene Scheitern einzugestehen und die Verletzung zuzulassen ist jedoch Voraussetzung, um die Kritik und die Erfahrung wertschätzen zu können. Strebe ich nur nach vorn, bin ich nicht gewillt innezuhalten, zu reflektieren und zu würdigen. Um auch mit dem Herzen dabei zu sein, ist dies aber notwendig. Um uns wirklich begegnen zu können, müssen wir uns verletzbar machen. (Danke Frieder Krups für diesen Satz!)

Wollen wir selbst Impulse für eine nachhaltige Entwicklung setzen, müssen wir über uns selbst und „aus dem Herzen“ sprechen. Nur so können wir beim Gegenüber ein Koheränzgefühl erzeugen und „Kopf, Herz und Hand“ erreichen. In der Salutogenese wird Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Prozess verstanden. Um Vertrauen in den Transition-Prozess hin zu einer „gesunden Gesellschaft“ zu erzeugen, gilt es zu vermitteln, dass a) die uns umgebenden Zustände und Prozesse verstehbar sind, b) wir über die Mittel und Möglichkeiten verfügen, diese zu ändern und die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen und dass c) die dafür benötigte Energie sinnvoll eingesetzt ist und der Aufwand sich bezahlt macht.

„…, können die gebildeten Ionen energetisch günstig sein, wenn sie besonders stabile Konfigurationen haben, …“

Als Transition-Aktive oder Wandel-Engagierte stehen wir oft vor dem Problem, dass wir jeweils nur die erreichen, die ohnehin schon „wandel-infiziert“ sind, aber das ist weniger problematisch, als es uns manchmal erscheint. In der Transition Town Bewegung geht es nicht ums missionieren, sondern darum, positive Ansätze zu bieten, praktische Angebote zu machen und Geschichten vom Wandel zu erzählen. Immer mehr Menschen finden sich in lokalen Initiativen zusammen, lernen voneinander, begegnen sich und bauen soziale Kontakte auf. Mit dem Transition Netzwerk e.V. als Dachorganisation im Deutschprachigen Raum und dem internationalen Transition Network sind Strukturen vorhanden, die die Bewegung stabilisieren und den Austausch fördern.

Für unsere innere Transition müssen wir Ionen vom Kopf zum Herzen und vom Herzen zum Kopf schicken, um mit unseren Händen den Wandel zu gestalten. Wir müssen uns unsere eigene Machtlosigkeit und Unzulänglichkeit genauso eingestehen, wie wir auf unsere Fähigkeit vertrauen müssen, die Welt grundlegend zu verändern. Es liegt in uns und zwischen uns – aber niemals außerhalb. Wir brauchen keine neuen politischen Regeln oder eine neue gesellschaftliche Ordnung dafür, wir müssen es einfach jetzt machen!

Eine Zusammenfassung zu den besuchten Veranstaltungen gibt es auf der Seite der Transition Town Dresden Gruppe unter http://www.dresden-im-wandel.de/beitrag/persoenlicher-bericht-vom-tti-dach-netzwerktreffen-und-unkonferenz-vom-03-05102014

Umparken im Kopf

Opel baut sich mit der Kampagne „Umparken im Kopf“ eine neues Wahrnehmungsbild auf indem gängige Vorurteile hinterfragt werden. Klar, dass es Opel darum geht, mehr Autos zu verkaufen. Das Auto (oder den Opel) aufs Abstellgleis „umzuparken“ und stattdessen Rad und ÖPNV, Bahn oder MFG zu nehmen, war sicher nicht die Intention.

Für mich war es Anstoß zusammen zu tragen, was „Umparken im Kopf“ tatsächlich heißen könnte, wenn wir über die bunte und polierte Werbewelt hinaus denken. Entstanden ist diese Slide-Show

https://docs.google.com/presentation/d/1MYwsEJeLT2RHBrU7-VPUn9mNW2jTH3aho_J49cd31Ag/edit?usp=sharing

Über Meinungen dazu freue ich mich natürlich.

 

Die Kunst geht nach Brot … u.U.

Kunst und Kommerz, Künstler und Knack – mit diesem Spannungsfeld setzte sich in diesem Jahr der Cynal e.V. auseinander. Begleitend zur zweiten Ausgabe des #CYNAL Magazins wurden die darin präsentierten, klug ausgewählten Künstler und ihre Arbeiten in einer fünfwöchigen Wechselausstellung vorgestellt – passenderweise in einem Tempel des Konsums, der Centrum Galerie Dresden. Während meiner Aufsichtszeiten konnte ich beobachten, Meinungen einfangen und Gedanken auf mich wirken lassen.

Die Heidi-Crew um Iven Einszehn eröffnete die Ausstellung mit einer Kunstexplosion. Drei Tage, vier Nächte, mehr als achtzig Arbeiten und ein, mit Ausnahme der Decke, komplett gestalteter Raum. Chaos, Antiästhetik, Information Overload. Ein fast schon schreiender Gegensatz zu den sorgsam gestalteten und auf maximale Gefälligkeit getrimmten Schaufenstern und Auslagen des Centers. Neugier und Interesse, aber oft auch Distanz, Kopfschütteln und Ablehnung bei den Passanten.

#CYNAL02 - Aussenansicht Kunstexplosion - Foto: Peter Zimolong

#CYNAL02 Kunstexplosion – Foto: Peter Zimolong

Was ist Kunst? Was darf Kunst? Welchen Sinn, Zweck und Wert hat sie für die Gesellschaft? Und anders gefragt: In welcher Pflicht sind die Künstler, diesen Sinn, Zweck und Wert an die Gesellschaft zu vermitteln? Reicht die Auspreisung („5 Euro, genagelt 8 Euro“ Iven Einszehn) oder ist für die Wertver- und -ermittlung der Zugangs- oder Anbiederungskoeffizient genauso wichtig wie die eigentliche Leistung des künstlerischen Schaffensprozesses? Sollte nicht beides zusammengehören?

Hermann Josef Hack geht nach Brot, beziehungsweise geht er dem Brot nach. Welche sozialen Auswirkungen haben Klimawandel, Nahrungsmittelspekulationen, Rohstoffausbeutung oder die Monopolisierung von Wasser? Und welche Rolle spielt die Kunst dabei? „Kunstsammler, woher stammt euer Kapital?“ lässt er seine Brote Armee Fraktion fragen. Seine Malereien auf Zeltplanen stellen unbequeme Fragen und sind weit davon entfernt, sich als kommerziell zu verdächtigen. „Danke 2050“ – der Künstler spricht und interagiert mit der Gesellschaft, hat etwas mitzuteilen, entkoppelt sich und seine Kunst nicht. Wie auch Sibylle Feucht, die ihren Blick dahin wendet, wo kein Brot zu holen ist und die Gesellschaft nicht hinschauen mag: auf Obdachlosenschlafplätze.

#CYNAL02 - Innenansicht, Hermann Josef Hack - Foto: Peter Zimolong

#CYNAL02 – Hermann Josef Hack – © Peter Zimolong

Was ist Kunst? Was ist die gesellschaftliche Aufgabe der Künstler? Wie kann und sollte die Gesellschaft Künstler in die Lage versetzen, dieser Aufgabe nachzukommen? Wenn es ein Wesen der Kunst ist, unbequem und zweifelnd zu sein, hinterfragend und kritisch betrachtend, kann die Sicherung der Künstlerexistenz nicht „dem Markt“ überlassen werden. Es trägt die Gesellschaft die Verantwortung dafür, dass Künstler sein können, was Kunst sein soll.

Da ich nicht alle Künstler und Werke aufzählen kann: Die Dokumentation der Ausstellung sowie die Künsterportraits sind auf cynal.de zu finden, das #CYNAL02 Magazin kann hier bestellt werden, zum Beispiel um an Weihnachten etwas Muße zu verschenken.

Die meditativen und filigranen Arbeiten von Alexandra Karrasch manifestieren vor allem eins: Zeit. Brot, das am Baum gewachsen ist, Gebilde, zusammengesteckt aus Eierschalenfragmenten, drahtgehäkelte Wandarbeiten, dreidimensionale Worte aus geschichteten Silikonlinien. Der Künstler ohne Druck und Zeitnot, Kontemplation als elementare Bestandteile des Produktions- und Rezeptionsprozesses. In einer Gesellschaft, in der Zeit Geld ist, die nach Stressresistenz strebt und dem Burnout entgegenläuft, ein Luxus, zu dem längst nicht mehr alle Zugang haben.

#CYNAL02 - Baumbrot und geschichtete Worte, Alexandra Karrasch - © Peter Zimolong

#CYNAL02 – Alexandra Karrasch – © Peter Zimolong

Ist Kunst, was Künstler als Kunst deklarieren, Betrachter als Kunst akzeptieren, Galeristen als Kunst kommissionieren oder Käufer als Kunst konsumieren? Ich halte die Frage für falsch gestellt. Kunst ist – und fragt uns, wie wir mit ihr umgehen, welchen Wert wir ihr beimessen, wie viel Freiheit wir ihr zur Verfügung stellen. Und sie fragt die Künstler, wie viel Wert sie ihr bemessen – ob sie sich als Teil der Gesellschaft empfinden, sie die Verantwortung für ihr Schaffen übernehmen und die Vermittlung als Teil ihrer Tätigkeit sehen, oder ob sie sich entkoppeln und, im Geiste Onans, Kunst als Selbstzweck und Verweigerung produzieren.

Gesellschaft und Künstler sind aufeinander angewiesen. Die Gesellschaft gibt das Brot für die Künstler, die, aus sich heraus, Kunst in ihrem Kontext schaffen, sie skizzieren und reflektieren, stabilisieren oder verändern. Ohne Vermittlung entbehrt diese jedoch der Übergabe und erzeugt nicht den Wert, der das Brot rechtfertigt.

Der Kunst ist es freigestellt nach nach Brot zu gehen. Den Künstlern ist es das per se nicht.